Voraussetzungen fĂŒr Agility

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Diese Sportart bereitet Mensch und Hund viel Spaß, stellt aber auch fĂŒr beide eine gewisse körperliche Belastung dar, weshalb es sinnvoll ist, den Hund zuvor bei einem Tierarzt durchchecken zu lassen. Schon bei heranwachsenden Hunden können Atmung und Herz ĂŒberprĂŒft werden. Sobald das Knochenwachstum abgeschlossen ist, können HĂŒft- und Ellenbogengelenke geröntgt werden. Wenn diese Ergebnisse zufriedenstellend sind, kann mit dem Sprungtraining begonnen werden. Falls der Tierarzt Erkrankungen an den Gelenken feststellt, hĂ€ngt es vom Grad der Erkrankung ab, wie belastbar der Hund ist.

Ein zweiter gesundheitlicher Aspekt des Hundes ist natĂŒrlich sein Gewicht. Wenn der Hund ĂŒbergewichtig ist, empfiehlt sich Agility nicht als Abspeckhilfe, da die Belastung auf Knochen und Gelenke zu hoch wĂ€re.

Welpen dĂŒrfen noch kein Agility-Training absolvieren, da die Knochen, Gelenke und BĂ€nder noch nicht ausgewachsen und stabil genug sind. Allerdings kann man sie langsam spielerisch an GerĂ€te gewöhnen. Im Welpenauslauf gibt es GerĂ€te, auf denen sie herumtoben können und ihre Geschicklichkeit trainieren können. Junghunde dĂŒrfen trainieren, vorausgesetzt, sie sind sozialvertrĂ€glich und einigermaßen gehorsam. Wichtig ist, dass die Junghunde nur kleine SprĂŒnge absolvieren, keine zu engen Kurven oder harte Wendungen laufen. Allgemein gilt, dass kleinere Rassen tendenziell frĂŒher voll belastbar sind als grĂ¶ĂŸere.

ZusÀtzlich sollte sich der Besitzer ein Bild von den BewegungsablÀufen des Hundes machen und entscheiden, ob Agility zu ihm und seinem Hund passt.

Es gibt Rassen, die sehr gut fĂŒr Hundesport geeignet sind und welche, die eher ungeeignet sind. Ab einem Körpergewicht von 40kg und einer Schulterhöhe von 40cm wird Agility problematisch. Durch die Einteilung in verschiedene GrĂ¶ĂŸenklassen gibt es nach unten keine Grenzen.

Wichtig fĂŒr ein konzentriertes Training ist natĂŒrlich auch ein gewisser Grundgehorsam, ebenso wie die Kommandos „Sitz“, „Bleib“, „Platz“ und „Steh“. „Steh“ fĂŒr ein paar Sekunden halten zu können, hilft beim Start und bei manchen Übungen. FĂŒr das richtige AusfĂŒhren einer Übung wird der Vierbeiner entweder mit Spielzeug oder mit Futter belohnt.

Die Neugier an anderen Hunden sollte beschrĂ€nkt sein, da diese sonst gestört werden. Außerdem stört es das eigene Training, wenn der Vierbeiner immer wieder zu anderen Hunden lĂ€uft. NatĂŒrlich sollte der Hund sozialvertrĂ€glich sein und keine anderen Hunde angreifen, da sich alle Teams immer zusammen auf einem Platz aufhalten.

Aber vor allem sollte der Hund Spaß am BewĂ€ltigen der GerĂ€te haben. Hier gilt es, Übungen mit dem Hund auszuprobieren, um herauszufinden, ob der Hund Lust zum Agility hat oder nicht.

Auch der Mensch sollte ein paar Voraussetzungen mitbringen, die das Training vereinfachen können. Ein Vorteil ist es, selbst sportlich zu sein, da man den Hund so mit seiner eigenen Schnelligkeit beim Mitlaufen motivieren kann. Der HundefĂŒhrer sollte ein gutes Koordinationsvermögen, ebenso wie eine gute Orientierung, haben. Durch mentales Training können diese Eigenschaften bei Bedarf verbessert werden.

Eine BegleithundeprĂŒfung und eine Tollwutimpfung mĂŒssen nachgewiesen werden. Der HundefĂŒhrer muss in einem dem VHD angeschlossenen Verein Mitglied sein. ZusĂ€tzlich wĂ€re es gut, wenn eine Haftpflichtversicherung besteht. Bei AuslĂ€ndern muss keine BegleithundeprĂŒfung vorliegen, der HundefĂŒhrer muss aber in einem FCI angeschlossenen Verein Mitglied sein.